
| Mag. pharm. Dr. Christiane Körner Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer „Wir Frauen arbeiten sehr gerne in der Apotheke." |
Die Zahl der akademisch ausgebildeten Apothekerinnen stieg von Februar 2008 bis Februar 2009 von 3.390 auf 3.460. „Wir sind stolz darauf, dass so viele Frauen gerne in unseren Apotheken arbeiten", freut sich Mag. pharm. Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer und selbst angestellte Apothekerin in Graz. Im Durchschnitt arbeiten 12 MitarbeiterInnen in einer Apotheke, davon 11 Frauen - 1 Selbständige/r; 3 bis 4 angestellte ApothekerInnen; 4 bis 5 Pharmazeutisch-kaufmännische AssistentInnen; 2 bis 3 sonstige Beschäftigte wie RaumpflegerInnen. Beinahe jede Apotheke bildet auch einen Lehrling aus. Die Lehre der Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin (PKA) ist ein beliebter Frauenberuf. Derzeit befinden sich 1.015 PKA-Lehrlinge in Ausbildung. Familienfreundlicher Arbeitsplatz Der hohe Anteil an weiblichen Beschäftigten erklärt sich unter anderem durch die gute Kombination von Beruf und Familie. Viele Frauen passen das Ausmaß ihrer Arbeitsstunden der aktuellen Familiensituation an. Frauen mit kleinen Kindern können flexibel ihr Dienstausmaß auf minimal acht Wochenstunden reduzieren und später das Dienstausmaß auch wieder steigern. Durch diese moderne Teilzeitregelung sind Frauen kontinuierlich in den Arbeitsprozess integriert. Bereits 40,8 Prozent der angestellten ApothekerInnen arbeiten zwischen 12 und 24 Stunden pro Woche. Weitere 29,2 Prozent arbeiten 25 bis 36 Stunden pro Woche. „In keiner anderen Branche wird die von uns Frauen gewünschte Arbeitszeit so stark gelebt wie in unserem Beruf", betont Körner. Mehr Apotheken-Arbeitsplätze für Frauen am Land Die Apothekerschaft hat sich für die Zukunft zum Ziel gesetzt, die Arzneimittelversorgung am Land zu optimieren. In großen Gemeinden, in denen es noch keine Apotheke gibt, sollen über kurz oder lang Apotheken errichtet werden. Mit den neuen Apotheken werden nicht nur eine bessere Arzneimittelversorgung sondern auch neue Arbeitsplätze für Frauen geschaffen. |